5 Dinge die wir von Pippi Langstrumpf und der Biene Maja lernen können

In meiner Kindheit waren Pippi Langstrumpf und die Biene Maja Heldinnen für mich. Zwei freiheitsliebende, mutige und freche Mädchen, die sich von niemandem etwas sagen lassen. Auch heute noch sind sie ein Vorbild für Mädchen und Frauen. Das können wir von den beiden lernen:

1. Betätige dich als Sachensucher!
Pippi Langstrumpf und die Biene Maja sind von Natur aus neugierig. Sie sind offen für Neues und wollen die Welt um sich herum entdecken. Pippi betätigt sich als „Sachensucher“, da die Welt voll von Sachen ist, die entdeckt werden wollen. Die Biene Maja ist so neugierig auf die Welt außerhalb des Bienenstocks, so dass sie alle Warnungen ihrer Lehrerin Kassandra in den Wind schlägt und sich die Welt „draußen“ ansieht.
Wann hast du das letzte Mal etwas Neues ausprobiert? Wann warst du das letzte Mal richtig neugierig auf etwas Unbekanntes?

2. Besser schlechtes Wetter als gar kein Wettter!
Als sich ein fahrender Händler bei Pippi über das schlechte Wetter beschwert, erwidert diese: „Besser als gar kein Wetter.“ Anstatt auf das Gejammer einzugehen, entdeckt sie an allem eine positive Seite. Pippi liebt das Leben und die Abenteuer, die ihr täglich widerfahren. Auch an kleinen Dingen findet sie immer etwas schönes und teilt dies freudestrahlend jedem mit. Diese Lebensfreude überträgt sich auf alle, der mit ihr zu tun haben (außer auf die Erwachsenen, die anderer Meinung als Pippi sind).
Maja sieht in allem erst Mal das Gute, auch wenn sie das manchmal in Gefahr bringt. Maja hat immer genug Retter um sich herum, die ihr sofort zu Hilfe eilen. Nach ihrer Rettung kann sie sofort wieder lachen.
Was denkst und empfindest du, wenn mal etwas schief läuft? Bist du genervt oder kannst du auch darüber lachen?

3. Keine Angst vor Piraten!
Pippi hat keine Angst vor niemandem. Sie ist körperlich und innerlich stark und lässt sich von keinem Angst einjagen, weder von der Polizei, von Piraten, noch von irgendwelchen Kriminellen. Sie hat ein riesiges Selbstvertrauen, und dabei hat sie keine Mutter mehr und ihr Vater ist irgendwo in der Südsee. Das wäre schon ein Grund für ein Trauma. Aber wie aus allem, macht auch hier Pippi das Beste aus ihrer Situation.
Auch die Biene Maja lässt sich furchtlos auf jedes Abenteuer ein. Nicht mal von ihrem ängstlichen Freund Willi, der Maja immer zurückhalten will, lässt sich Maja einschüchtern.
Wann hast du das letzte Mal etwas gewagt?

4. Auch Erwachsene sind nur Menschen!
Pippi lässt sich von Erwachsenen gar nichts sagen, ganz im Gegenteil, Pippi lässt die Erwachsenen im wahrsten Sinne des Wortes „alt“ aussehen. Bei Pippi gehen den Erwachsenen schnell die Argumente aus, da sie mit Pippis Schlagfertigkeit nicht umgehen können. In der Schule legt Pippi die Füße auf den Tisch, sie malt ein riesiges Bild an die Wand statt auf Papier und bringt alle Kinder zum Lachen.
Maja fragt den Erwachsenen Löcher in den Bauch und ignoriert deren Ratschläge konsequent. Sie trickst sie sogar aus, nur um neue Abenteuer erleben zu können. Sie lässt sich nichts vorschreiben.
Auch höhergestellte Personen sind ganz normale Menschen, vor denen man keine Angst haben muss.

5. Warum „normal“ sein!
Pippi hat rote Haare, abstehende Zöpfe und schläft mit den Füßen auf dem Kopfkissen. Sie trägt verschiedenfarbige Strümpfe und zu große Pullover. Von ihr können wir lernen, dass anders sein nicht schlimm ist, so lange wir selbstbewusst damit umgehen.
Hast du dir auch schon mal gewünscht auszubrechen oder anders als die Masse zu sein? Wenn nicht, dann wäre heute doch der geeignete Tag dafür.

Alles Gute!

Wie du ein Märchen schreibst

In meiner Kindheit hatten Märchen immer eine unheimliche Faszination für mich. Einerseits fand ich sie gruselig oder traurig, andererseits habe ich mir die Geschichten oft mehrmals täglich auf Kassette angehört.

Märchen zu schreiben ist gar nicht so schwer. Lass uns erstmal schauen, was typisch für Märchen ist und was unbedingt in deinem Märchen vorkommen sollte:

  • Bestimmte Figuren tauchen in Märchen immer wieder auf, wie Hexen, Zauberer, Prinzessinen und auch sprechende Tiere oder sprechende Pflanzen
  • Einige Figuren haben magische Kräfte
  • Wiederkehrende Sätze und Reime: Ach wie gut das niemand weiß, das ich Rumpelstilzchen heiß
  • Oft spielen Zahlen eine bestimmte Rolle und kommen immer wieder vor: Die 7 Zwerge hinter den 7 Bergen
  • Der erste Satz im Märchen: Es war einmal…, Vor langer, langer Zeit…
  • Am Ende siegt das Gute (Ende gut, alles gut)
  • Es gibt immer Gegensätze in Märchen, wie arm und reich, gut und böse

Am Anfang haben die Figuren ein Problem, sind unglücklich, arm oder unzufrieden. Am Ende ist das Problem gelöst, die Figuren sind glücklich, reich,   zufrieden und heiraten den Prinz oder die Prinzessin.

Im Mittelteil erhalten die Figuren Aufgaben und Prüfungen, die sie mit Mut, Glück oder List bestehen. Die Figuren müssen ein Geheimnis herausfinden, einen Zauberer besiegen, für jemanden arbeiten, einen Hexerei rückgängig machen oder unter Lebensgefahr Aufgaben bestehen. Bei ihren Abenteuern erhalten die Märchenfiguren oft Hilfe von Fantasiewesen, Tieren, Pflanzen, Steinen oder Gegenständen. Zauberkräfte spielen eine wichtige Rolle.

Tipps für das Schreiben von Märchen:

  • Überlege dir zwei Märchengestalten
  • Überlege dir ein Gegensatzpaar (schön-hässlich, alt-jung…)
  • Überlege dir Prüfungen und Aufgaben für beide Gestalten
  • Gibt es eine Belohnung oder eine Strafe?

Viel Spaß beim Schreiben eines Märchens.